Neueste Angsttransformationen

Januar 21, 2007

Meine Angst – bzw. die Konstellation aus Symptomen, die als Angst zu bezeichnen ich mir angewöhnt habe – hat sich mal wieder verändert. Irgendwie macht sie das ständig, und ich bin mir nicht sicher, ob das dann jeweils zum positiven ist. Ich würrde das gerne so sehen, andererseits ist das eh so schwer überhaupt zu beschreiben, wo sich die Änderungen vollziehen, dass man erst recht nicht erwarten kann, dass es da eine Art gesichertes Forschungsergebnis gibt, das einem jetzt bestätigen oder negieren würde, dass es besser wird :-?

Man kann etvl dass es sich körperlich derzeit stärker als Angst anfühlt. Als der Ärger spürbar los ging im September 2003 (so lang schon!) da fuhr mir regelrecht von einem Moment auf den anderen ein Schmerz in den Bauch. Mir ging es davor schon nicht mehr Spitze und ich kann mir oft vor wie ein Schauspieler, wenn ich unter Menschen war, aber ab dem Moment wurde es richtig schwer. So als wäre einem aufeinmal der Zugang zu sich selbst abgeschnitten, und jede Art von sich mit der Weltauseinandersetzung klappte nur noch mechanisch. Alles musste überlegt sein, nichts ergab sich von selbst. Mit Menschen reden, Witze machen, auf jemanden reagieren, einen Gang im Büro lang gehen, alles erforderte bewusste Koordination. Kein Wunder, dass man von so einer Anstrengung dann Burnout kriegt!

Den ganzen Weg dazwischen kann ich nciht in aller Kürze nachvollziehen. Festhalten kann man dass es derzeit weniger schmerzt und mehr zittert im Bauch. Herz scheint schneller zu schlagen, generell erinnert alles physiologisch mehr an Angstzustände. Und Sozialkontakte nehme ich derzeit nicht auf, weil es dann schlimmer wird – nciht unbedingt, wenn ich dann unter Menschen bin (das hängt allerdings sehr von den Menschen ab), aber wenn ich überlege, Kontakt herzustellen.

Klingt ja alles so einfach, nicht? Muss man nur mal realisieren, dass man keine Angst haben muss – na, aber das macht erst mal. An diesem WE habe ich mich jedenfalls nur verschanzt. Allerdings wüsste ich hier ja noch nicht mal, wenn ich überhaupt anrufen sollte. Mir fehlen eben die Freunde hier – und ich muss dringend hier weg.

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